
Die Ausbildung eines Hundes stellt an den Hundeführer und den Hund selbst hohe Anforderungen. Vor allem beim ersten Hund überhaupt scheint guter Rat teuer, weil so wertvoll und dringend nötig. Die spielerische "Arbeit" mit dem Hund erfolgt bereits im Welpenalter ab ca. 12 Wochen. Wir haben fachkundige Ausbilder mit langjähriger Erfahrung, die ihr Wissen verständlich und gerne weitergeben.
Denn Ziel muß es sein, einen sozial verträglichen Hund an der Leine führen zu können, der ausgeglichen und tolerant gegenüber Menschen und Tieren auftritt, hierbei aber seine natürlichen Instinkte und seine angeborenen Triebe und Verhaltensweisen trotzdem ausleben kann. Bei der Ausbildung werden diese Triebe speziell gefördert und nutzbar gemacht.
Bei uns sind nicht nur Deutsche Schäferhunde willkommen, sondern selbstverständlich auch jede andere Hunderasse oder Mischlinge. Denn fundierte Kenntnisse und erlerntes Verhalten sind für jeden Hund unverzichtbar.
Die Fährtenarbeit
Was der Mensch mit den Augen erfassen kann, "sieht" der Hund mit der Nase. Diese außergewöhnliche Eigenschaft, die früher zur Witterung der Beute und somit zur Nahrungssuche zwingend notwendig war, wird heute beispielsweise für die Personensuche verwendet. Er erfasst eine Fährte und verweist gefundene Gegenstände.
Die Unterordnung
Der Hund lernt spielerisch den Gehorsam ggü. dem Hundeführer und das korrekte Gehen auf der linken Seite. Es gibt kein Drängen des Hundes nach vorn, er bleibt mit seinem Schulterblatt stets auf Kniehöhe des Führers. Auch das Hinsetzen oder Hinlegen auf Kommando muß dem Hund beigebracht werden. Ebenso gehört das Ablegen unter Ablenkung, wobei der Hund ohne Leine stets ruhig liegen zu bleiben hat, selbst wenn ein anderer Hund an ihm vorübergeht, zu den Erfordernissen. Ziel dieser Ausbildung ist im ersten Schritt das Bestehen der Begleithundeprüfung mit einem "alltagstauglichen" Hund, wobei zusätzlich das Verhalten des Hundes im Verkehr überprüft wird.
Der Schutzdienst
Die Ausbildung zum Schutzhund erfordert absoluten Gehorsam, Selbstsicherheit und Belastbarkeit. Der Hund streift nach dem Helfer und stellt diesen in seinem Versteck. Bei Fluchtversuchen des Gestellten vereitelt der Hund diese, wobei er auf Kommando unverzüglich ablassen muß. Eine solide Kondition und ein hartes Training sind unverzichtbar für diese Abteilung, die in drei Schwierigkeitsgrade unterteilt ist. Die Unterordnung und die Fährtenarbeit sind ebenso Bestandteil in allen drei Prüfungsstufen.
Der Such- und Rettungsdienst
Im Katastrophenschutz ist der Einsatz von Rettungshunden unverzichtbar. Schnelle und sichere Ortung bedeutet Rettung ohne unnötigen Zeitverlust. Hier spielen ein gutes Wesen und ein ausgeprägter Spürsinn die entscheidende Rolle. Der Hund darf keine Scheu vor natürlichen Hindernissen haben, mit denen er im Training allmählich bekannt gemacht wird. Zum guten Wesen gehört auch, daß er sich von seinem Hundeführer an eine ihm unbekannte Person übergeben läßt und von dieser getragen wird, wobei er hier keine Aggression zeigen darf.